Illegale Probebohrungen am Augartenspitz gestoppt

Ein weiterer Erfolg der beharrlichen Arbeit der Bürgerinitiativen: Am Mittwoch Nachmittag hat die MA 45, zuständig für Gewässerschutz, die Fortsetzung der „Probebohrungen“ untersagt.

Es hat sich herausgestellt, dass die Bauvorbereitungen ohne die nötigen Genehmigungen begonnen wurden. Damit ist jetzt klar, dass die letzte Woche durchgeführte gewaltsame Räumung und die Einrichtung der Baustelle am Augartenspitz durch ein Großaufgebot der WEGA, im Auftrag von Burghauptmann Beer und auf Wunsch des Vereins Wiener Sängerknaben, ohne rechtliche Grundlage stattfand.

Entgegen den Wünschen der Politik provozierte die Leitung der Sängerknaben nach der Räumung eine weitere Eskalation, indem am 15. Juli nachts um 4 Uhr 50, wiederum unter Anwendung von Gewalt gegen den Platzwart des Filmarchivs, die Baumaschine für die Bohrungen aufgestellt wurde.

In Anbetracht der Lage und des skandalösen Vorgehens von Nettig und Beer bzw. ihrer Erfüllungsgehilfen fordern die Bürgerinitiativen die sofortige Einstellung der Arbeiten, den Abbau der illegalen „Baustelle“ sowie die Retournierung der im Zuge der Räumung einbehaltenen Kinderspielsachen und persönlicher Gegenstände.

Das Josefinische Erlustigungskomitee, die Freunde des Augartens und zahllose Sympathisanten setzen sich weiterhin mit allen demokratischen Mitteln für den vollständigen Erhalt des Augartenspitzes ein und fordern die Verlegung des Konzerthallenprojekts auf einen geeigneten Baugrund.

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