Eine kurze Chronologie in Wort und Bild

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Das Josefinische Erlustigungskomitee informiert

Auf diesen Eckpunkten der Empörung – dem Augartenspitz – soll ein dreistöckiges Gebäude von fast zwölf Meter Firsthöhe gebaut werden: ein Konzertsaal für die Wiener Sängerknaben (der so genannte “Konzertkristall“, siehe auch www.wsk.at).
Dieses Gebäude soll mit privaten Mitteln (Pühringer Privatstiftung) für einen privaten Verein (Wiener Sängerknaben) auf öffentlichem Grund (Augartenbereich = Besitz der Republik Österreich) ohne Ausschreibung, mit Hilfe eines Architekturbüros (Archipel) gebaut werden, das in verwandtschaftlicher Nahebeziehung zum Sponsor steht.
Die Grundfläche des Augartenspitzes soll bis auf den letzten Zentimeter baulich völlig ausgefüllt werden. Die Front des geplanten Neubaues verläuft von der Einfahrt zur beginnenden Kastanienallee. Es ist also nicht – wie viele meinen – nur die Wiese betroffen, sondern der gesamte Eingangsbereich. Das geplante Gebäude würde an der Gartenmauer und direkt an die Rückseite des Pförtnerhauses anschließen, wobei auch Teilabbrüche notwendig wären.

Die Bauverhandlung fand bereits statt, es wurde eine – allerdings noch nicht rechtskräftige – Baubewilligung erteilt. Dennoch wurde bereits um Rodung im gesamten Bereich Spitz/Filmarchiv angesucht!
Wie zu vermuten lässt die breite, öffentliche Ablehnung seitens der AnrainerInnen und interessierter StadtbewohnerInnen die politisch Verantwortlichen zögern, ein Stück öffentliches, denkmalgeschütztes Grünland im Herzen der Stadt (Hinweis am öffentlichen Info-Point: „Barockjuwel“) privaten Interessen zu opfern. Gerade deshalb ist es auch so wichtig, diese Ablehnung (z.B. persönlich oder durch Unterschreiben unserer Petition) zu bekunden!

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Das Josefinische Erlustigungskomitee setzt sich seit Winter 2007/2008 gegen weitere Verbauungen des Augartens ein, insbesondere des Augartenspitzes, und gegen die unsinnige, teilweise Bauwidmung in diesem Bereich. Ein dreistöckiges Gebäude soll dadurch erlaubt werden: Heute, wo eine grüne Insel längst zum Wertvollsten gehört, das eine Stadt besitzen kann.
Das Josefinische Erlustigungskomitee ist für die Wiedereinführung oder Beibehaltung einer zärtlich verwilderten Gärtchenstruktur, wie sie dem angrenzenden josefinischen Ensemble am ehesten entspricht. Zwischen gekämmtem Stadtgartengrün und barockem Achsengarten bildet der Augartenspitz ein kleines, ländlich-verträumtes Refugium der Erinnerung an Bauerngärtlein, ländliche Strukturen und halbwilde Au-Vegetation. Dachs, Fuchs, Igel, Eichhörnchen, wilder Flieder, Holler und ein Meer von Schneeglöckchen zeugen davon.
Die bürgerlichen Lust- und ZiergärtnerInnen des Josefinischen Erlustigungskomitees fühlen sich beauftragt, diese Atmosphäre stimmungsvoll pflanzend und elysisch feiernd zu unterstützen.

Machen Sie mit!
Josefinisches Erlustigungskomitee
Barocknotrufnummer: 0676 4953133
(Raja Schwahn-Reichmann)

mit uns kämpfen:barockfest-engerl-klein
Freunde des Augartens
Aktion 21
Initiative-Denkmalschutz

… sowie zahllose Bürgerinnen und Bürger (bereits über 10.000 Unterschriften!)


„Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche“

Gustav Mahler