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In Augustin Nummer 407 – 02/2016 ist folgender interessanter Beitrag über den uns und allen Freunden des Augartenspitzerls wohlbekannten Herrn Pühringer erschienen:

Investor Pühringer erregt nun auch Schweizer Gemüter
Der Dorfkönig geht aufs Ganze

Rundgang vor dem Palais Coburg, Foto: Matthias Heckmann

Rundgang vor dem Palais Coburg, Foto: Matthias Heckmann

Haben Sie den Namen schon vergessen? Über alle denkmalschützerische Einwände hinweg, und vor allem an den Interessen der Bürger_innen schnurstracks vorbei, hat der Investor Peter Pühringer mit der Legitimation eines Handschlags mit dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl eine Konzerthalle für die Sängerknaben in einen unverbauten Teil des Wiener Augartens geklotzt. Die Szenen der «Befreiung» des Areals von den baumschützenden Widerständler_innen durch die Wiener Polizei gingen durchs Netz und erschütterten selbst nicht aktive Beobachter_innen. Von Pühringer ungewolltes Resultat seiner Vorgangsweise zur Absicherung seines Renommier-Projekts: Der Bürger_innenwiderstand nahm originelle, europaweit beachtete Formen an; der Dokumentarfilm von Doris Kittler «Auf die Barockaden» sollte massenhaft im «Politische Bildung»-Unterricht, als Beispiel für zivilen Ungehorsam, zur Anwendung kommen. weiterlesen…

Der Film Auf den Barockaden mit vielen spannenden, traurigen und lustigen, dunklen und erhellenden Momenten aus dem jahrelangen Widerstand des Erlustigungskomitees und aller anderen Aktiven am Augartenspitz, ist als DVD erhältlich!
DVD auf Filmwebseite | Direktlink zum Webshop…

Auf den Barockaden_DVD Label_V1DVD „Auf den Barockaden“
Dokumentarfilm von Doris Kittler
Österreich 2014 | 85 min | HD 16:9
15,00 Euro incl. MWSt plus Porto

Extras auf der DVD (Unveröffentlichte Szenen):

  1. Ausstellung der Sängerknaben
  2. MayDay-Parade
  3. Pflanzen gegen die Pflanzerei von oben
    (Interpretation: Johanna Orsini- Rosenberg, Text „Bentley fahren“ von Bruno Pellandini, Percussion: Paul Skrepek)
  4. Umzug
  5. Wir lassen uns nicht über den runden Tisch ziehen
  6. Wiener SängerRabenChor (akkustisch)
  7. Spitzhymne (Musik und Text: Susi Trendov; akkustisch)

Am 18.4. in der Früh wurde das Zelt am Augartenspitz von den Besetzer_innen abgebaut! Dazu wurde eine Presseaussendung erstellt, die hier in voller Länge nachzulesen ist:

Freunde des Augartens begrüßen die Durchwegung und bauen daher ihr Protest-„Zelt“ bis auf Widerruf ab

Wien: Die AktivistInnen von „Freunde des Augartens“ begrüßen die Öffnung der bisher für die Bevölkerung gesperrten Augartenteile. Mit 1.Juli wird es möglich sein, vom Augartenspitz (Taborstraße) in den Hauptteil des Augartens zu spazieren. Weil die Forderung nach Durchwegung nach langem Hin und Her erfüllt wird, brechen die AugartenschützerInnen ihr Protest-„Zelt“ fürs Erste ab. Sollte sich das Versprechen der Politik als Farce erweisen, behalten sie sich weitere Protestaktionen vor.

Über 6 Jahre ist es her, dass im Gemeinderat einstimmig eine Durchwegung vom Augartenspitz zum Hauptteil des Augartens beschlossen wurde. Danach ist Nichts passiert. Der Verein Freunde des Augartens, der sich seit Jahren für den Schutz des Augartens vor jeglicher Verbauung und Privatisierung einsetzt, wollte das so nicht hinnehmen. Unterstützt von mehr als 17.000 Personen, die ihre Petitionen unterzeichnet hatten, kontaktierten sie jede einzelne mit dieser Sache befasste Stelle. Nach zahlreichen Briefen und Einzelgesprächen mit Politik, Behörden und dem Verein Wiener Sängerknaben kam es Ende Jänner 2015 endlich zu einer großen Verhandlungsrunde zu diesem Thema. Endlich saßen alle an einem Tisch. Das Im-Kreis-Schicken von einer zur anderen Stelle ist zu Ende. Am 10.April wurde vom Büro der Vizebürgermeisterin Vassilakou das Ergebnis der Verhandlungsrunde schriftlich bestätigt:
Durchwegungsöffnung von 1.Juli bis 31.August. Auch der private Verein Wiener Sängerknaben gab schließlich nach. Bisher durfte er nämlich das ganze Jahr über ganz alleine die für die Bevölkerung gesperrten Augartenteile nutzen. Der prächtige Englische Landschaftsgarten, vom Sängerknaben-Verein als Glacis rings um seine Internatsburg genutzt (für Sport und Spiel stehen ihm andere Flächen exklusiv und unentgeltlich zur Verfügung) kann endlich von der Bevölkerung, wenigstens in den Sommermonaten, zur Erholung genutzt werden.

„Die Freunde des Augartens werden sich natürlich dafür einsetzen, dass die erkämpfte Öffnung dauerhaft bleibt und auch das angrenzende Klassizistische sogenannte Umlauft-Parterre umfasst. Die wunderschönen aufwändig gestalteten Parkteile sollen endlich auch der Bevölkerung offenstehen, die schließlich deren Pflege zahlt. Vorschläge, die Wege mit hohen Zäunen zu flankieren, wie ein „Löwengatter“, widersprechen dem Denkmalschutz, sind teuer und sinnlos und bringen niemandem Sicherheit“ stellt Vereinsobfrau Jutta Matysek klar.

Augartendurchwegung ab 1.Juli !
Stolz auf diesen Erfolg, haben die AktivistInnen des Vereins Freunde des Augartens ihre angemeldete Kundgebung auf der Dammwiese und das dazugehörige Witterungsschutzzelt fürs Erste abgebrochen. „Sollte sich die Durchwegung als Farce herausstellen oder neue Bedrohungen für den Augarten auftauchen, werden wir sicher weitere Protestmaßnahmen ergreifen.“

Rückfragehinweis:
Jutta Matysek, Verein Freunde des Augartens

Premiere; Foto und Montage: M.HeckmannNach einem sehr erlustigenden Premierenabend startet der Film Auf den Barockaden am Freitag regulär im Filmhaus Kino am Spittelberg.

falter 10/14Die lesenswerte Rezension im Falter: „Links antäuschen, rechts zuschlagen“ schließt mit dem Absatz:

Auf den Barockaden gleicht einer Flaschenpost: In zehn oder mehr Jahren wird er uns erinnern, wie Bürgerbeteiligung früher in Wien funktioniert hat. Nämlich gar nicht.“

Termin: ab Freitag 3. Oktober 2014 19:00
Ort: Filmhaus Spittelberg

Ticketreservierung: direkt beim Kino, unter (01) 522 48 14 oder office@stadtkinowien.at

Info zu Sonderterminen…

Es ist so weit! Auf den Barockaden kommt ab 3. Oktober ins Kino! Das Langzeit-Dokumentarfilm-Projekt, das bereits 2008 damit startete, unseren Protest filmisch zu begleiten, ist ein Zeitdokument, das nicht nur von Menschen hierorts, sondern überall auf der Welt diskutiert werden und als Anregung für neue, kreative Formen des Widerstandes verstanden werden soll.

Das ist kein Film für Untertanen!“ sagt dazu der Schriftsteller und damalige Baumpate Robert Menasse


Premiere
: Dienstag, 30. September 2014 20:30, in Anwesenheit von Doris Kittler und Mitwirkenden
Ort: Stadtkino im Künstlerhaus

Kinostart: Freitag 3. Oktober 2014 19:00, mit anschließendem Podiumsgespräch
ab 3. Oktober im regulären Programm
Ort: Filmhaus Spittelberg

Dienstag 7. Oktober 2014 19:00, Sondervorführung mit anschließendem Podiumsgespräch

Flyer und Pressetext

Ein schöner Beitrag von Peter A. Krobath auf StadfruchtWien, danke!

Das Protestcamp gegen die Verbauung und Privatisierung des Augartens fiel einem Brandanschlag zum Opfer, mutmaßen AktivistenDSC_0345

Als im Frühjahr 2010 die Besetzer_innen des Augartenspitzes mit Motorsägen von den Bäumen geholt wurden, ging der Protest gegen die geplante Konzerthalle der Wiener Sängerknaben an zwei Orten weiter.

Zum einen im Hof des benachbarten Filmarchivs, durch Anlegen eines „Bürgergartens“: „Wenn sie schon die Menschen brutal vertreiben, dann versuchen wir eben mit Pflanzen den Platz zu besetzen“, erzählt Renate Ablinger dazu im Stadtfrucht-Artikel über Alte Sorten.

Zum anderen durch ein Widerstandscamp auf der Dammwiese zwischen Filmarchiv und Oberer Augartenstraße, einem lebendigen Dauerprovisorium mit Zelt, Hütte, Gartenlaube und Blumenbeeten, zwischenzeitlich auch mit Hasenstall.

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Auch als die von der Pühringer Privatstiftung finanzierte und von der Baufirma Pühringer erbaute Konzerthalle stand (auf einem Grund des Augartens, der von Bundesdenkmalbeamten umgewidmet wurde, die dem Bauherrn Peter Pühringer angeblich „verbunden“ waren), blieben die „Freunde des Augartens“ und das…

Ursprünglichen Post anzeigen 335 weitere Wörter

Foto (c) Martin JuenGestern, am 12.05. um 6.40 Uhr, wurde das Widerstandszelt am Augartenspitz Ziel eines Brandanschlags. Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worden, von den Aktivistinnen und Aktivisten war in der Nacht niemand im Zelt. Die letzten hatten das Zelt am Sonntag, 11.Mai, um 20.30 verlassen und mit Vorhängeschlössern abgesperrt. Um 6.35 war noch kein Rauch oder Brandgeruch wahrzunehmen. Foto (c) Martin JuenUm 6.40 gab es kohlschwarzen Rauch und um 6.45 hohe Flammen. Nach dem Dauerregen am Sonntag war alles völlig durchnässt. Ein regendurchweichtes Zelt steht nicht ohne Grund innerhalb weniger Minuten in Vollbrand. Die Freunde des Augartens gehen inzwischen davon aus, dass Brandbeschleuniger verwendet wurden. So wurde es auch vom Polizeihundeführer der Spurensicherung bestätigt, die Polizei erstattete Anzeige wegen Brandstiftung „gegen Unbekannt“.

Schon vor dem Brand haben die Freunde des Augartens zu einem Augarten-Schutz- und Putztag eingeladen, den sie auch unter den jetzt erschwerten Bedingungen durchführen: „Wir werden uns nicht vom Schutz des Augartens abbringen lassen.“

Termin: Sonntag 18.5. Treffpunkt 15:00
Ort: Haupttor des Augartens, Obere Augartenstraße

Link zur Original-OTS der Freunde des Augartens

 

Logo Aktion21 AustriaIm August hat Aktion21 – Pro Bürgerbetiligung 9 wahlwerbenden Parteien sieben Fragen zur Bürgerbeteiligung gestellt. Geantwortet haben (in dieser Reihenfolge, die detaillierten Antworten sind verlinkt): Stronach, FPÖ, Grüne, BZÖ, Piraten, SPÖ und KPÖ. Nicht geantwortet haben ÖVP und NEOS. Die Antworten sind im vollen Wortlaut auf diese Homepage gestellt worden. Die Antworten (mit Ausnahme der verspäteten der KPÖ) sind im Folgenden von Helmut Hofmann zusammengefasst…

Bürgerbeteiligung – die große Unbekannte?

Leider wurde nach längeren internen Diskussionen die Frage „Was verstehen Sie unter Bürgerbeteiligung?“ nicht gestellt. Dies deshalb, weil sie von politischen Parteien als beleidigend gesehen werden könnte. Zu Unrecht – fast alle Antworten beziehen sich auf die direkte oder plebiszitäre Demokratie, als gäbe es unser Modell der partizipativen Demokratie nicht. Es wird offenbar von den meisten – ungewollt oder absichtlich – immer noch nicht verstanden.

Die Fragen und Antworten…

Sehr geehrte Kandidatin zur Nationalratsabgeordneten der Republik Österreich!
Sehr geehrter Kandidat zum Nationalratsabgeordneten der Republik Österreich!

Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein Gesetz mitbeschlossen, in dem für bestimmte Vorhaben ganz klar gewisse Voraussetzungen gefordert werden.
Stellen Sie sich vor, eine Behörde setzt sich darüber hinweg; bewusst und offenbar – von wem auch immer – beeinflusst.
Stellen Sie sich vor, die Staatsanwaltschaft findet dabei keinen Anfangsverdacht, der eine Untersuchung rechtfertigen würde.
Stellen Sie sich vor, ein Landeshauptmann sieht dabei keinen Anlass einzugreifen, obwohl er das Recht dazu hätte.

Können Sie sich vorstellen, wozu Sie solche Gesetze mitbeschließen? Zucken Sie, die von der Bevölkerung auch zur Kontrolle der Beachtung solcher Gesetze gewählten Vertreterinnen und Vertreter, gleichgültig mit den Schultern, wenn Sie von solchen Vorgängen Kenntnis erlangen?

Es geht um eine Muth-Probe, um Ihre Muth-Probe. Denn es ist für Sie sicher nicht einfach, sich zwischen Ihrem Wahlvolk einerseits und denen, die Sie in ihre Liste an wählbarer Stelle aufgenommen haben, zu entscheiden. restlichen Brief lesen…

Film über die letzte Pflanzaktion am Augartenspitz! Sehr schön, Dank an Peter Krobath von stadtfruchtwien!