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Ein erhellender Beitrag zur heutigen Eröffnung auf der Dammwiese!

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Was soll dieses eingezäunte Feld auf der Dammwiese vorm Augarten? Das fragten sich in der letzten Woche viele. Der häufigste Tipp in den umliegenden Wettbüros: Ein Fußballfeld für die Wiener Sängerknaben. Und wozu der gepflügte Teil? Wir wollen die Matrosenbuben endlich dreckig sehen!

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Da betraten am 4. Mai gegen 11 Uhr diese beiden Herren das Feld und krempelten die Ärmel hoch. Da wussten alle: Es ist eine Boxkampfarena! Und wozu der gepflügte Teil? … Genau.

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Doch dann kam alles anders: Die beiden Politiker begannen um die Wette ihr eigenes Grab  zu schaufeln – DIY-Dying. Manfred Juraczka (Landesparteiobmann der ÖVP Wien) legte sich ins Zeug als hätte er nie etwas anderes getan. Andrä Rupprechter (Landwirtschaftsminister der Republik Österreich) ging die Sache mit einer gewissen Todesverachtung an.

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Plötzlich verriss sich Juraczka das Kreuz und hatte gewonnen: Er durfte unter die Erde. Und Rupprechter musste zur Buße hässliche Blumen auf das Grab des…

Original ansehen noch 113 Wörter

Foto: fb.com/PolaripopAuf der Dammwiese – dieser vom Denkmalschutz her sakrosankten Wiese vor dem Augarten – haben Bundesgärten und Landwirtschaftsministerium letzte Woche einen riesigen Holzverschlag errichten und die Wiese umpflügen lassen – offenbar will man auf der Urban-Gardening-Welle mitschwimmen und bietet zu diesem Zweck demnächst temporäre Bürger_innen-Gärten an. Wohl zu Zwecken der Wahlwerbung…

Ein oberflächliches Projekt, dass sich buchstäblich leicht zerpflücken lässt… weiterlesen…

Unter dem schönen Titel “Die Gnade der Besessenheit” präsentiert der Aktionsradius Wien sein Monatsprogramm Mai und schreibt darin:

Gespräch, Film und Filmgespräch!

image026 Der Künstlerin und Restauratorin Raja Schwahn-Reichmann und dem von ihr mitgegründeten «Josefinischen Erlustigungskomitee» war es zu verdanken, dass die tägliche Knochenarbeit einer Protestaktion im Augarten (anlässlich eines bekämpften, inzwischen realisierten Bauprojekts) durch eine in der Bürgerinitiativen-Szene ganz unübliche Heiterkeit kompensiert wurde. «Widerstand zu leisten, ist eine schwierige, kräftezehrende und nervenaufreibende Arbeit. Wie Widerstand möglichst gewaltfrei und fröhlich gestaltet werden kann, hat die Besetzung des Augartenspitzes in Wien gezeigt» – so würdigte Dieter Schrage die Arbeit Raja-Schwahn-Reichmanns.

image025Das einzigartige Projekt, aus einer Besetzung ein Kunstwerk zu machen, dokumentierte Doris Kittler in ihrem Film «Auf den Barockaden». Er wird nach dem Gespräch mit Raja Schwahn-Reichmann, moderiert von Agathe Zupan, gezeigt. Zum Abschluss des Abends Filmgespräch mit der Regisseurin.

Termin: Dienstag 12. Mai 2015 19:00
Ort: Aktionsradius Wien, Gaußplatz 11, 1200

Wir können es sicherlich noch nicht wirklich fassen! Unsere Christine gibt es nicht mehr.
Das heißt es gibt sie nur mehr in unseren Gedanken und Herzen. weiterlesen…

Endlich ist es so weit: Ab 1. Juli wird es endlich eine Öffnung der Durchwegung vom Augartenspitz zum weiteren Augarten und damit auch Zugang zum bisher verperrten Englischen Landschaftsgarten geben!

Angekündigt ist vorerst eine temporäre Öffnung, Jutta Matysek vom Verein Freunde des Augartens meint dazu: „Wir werden uns natürlich dafür einsetzen, dass die erkämpfte Öffnung dauerhaft bleibt und auch das angrenzende Klassizistische sogenannte Umlauft-Parterre umfasst. Dafür hoffen wir weiter auf Ihre Unterstützung! Die wunderschönen aufwändig gestalteten Parkteile sollen endlich auch der Bevölkerung offenstehen, die schließlich die ganze Zeit deren Pflege zahlt. Was wir sicher nicht wollen, ist eine Durchwegung Marke „Löwengatter“: Vorschläge verschiedener Akteure, die Wege mit hohen Zäunen zu flankieren, widersprechen dem Denkmalschutz, sind teuer und sinnlos. Sie bringen niemandem Sicherheit.“

Freut Euch mit uns über den Erfolg, den die Initiativen gemeinsam mit Euch allen erreicht haben!

Die seit Jahren angemeldete Kundgebung am Augartenspitz wurde daher vorerst beendet und das dazugehörige Zelt abgebrochen. Jutta Matysek: „Sollte sich die Durchwegung als Farce herausstellen oder neue Bedrohungen für den Augarten auftauchen, werden wir sicher weitere Protestmaßnahmen ergreifen.“ Außerdem planen die Freunde des Augartens ein “Fest für ALLE Kinder“.

Am 18.4. in der Früh wurde das Zelt am Augartenspitz von den Besetzer_innen abgebaut! Dazu wurde eine Presseaussendung erstellt, die hier in voller Länge nachzulesen ist:

Freunde des Augartens begrüßen die Durchwegung und bauen daher ihr Protest-„Zelt“ bis auf Widerruf ab

Wien: Die AktivistInnen von „Freunde des Augartens“ begrüßen die Öffnung der bisher für die Bevölkerung gesperrten Augartenteile. Mit 1.Juli wird es möglich sein, vom Augartenspitz (Taborstraße) in den Hauptteil des Augartens zu spazieren. Weil die Forderung nach Durchwegung nach langem Hin und Her erfüllt wird, brechen die AugartenschützerInnen ihr Protest-„Zelt” fürs Erste ab. Sollte sich das Versprechen der Politik als Farce erweisen, behalten sie sich weitere Protestaktionen vor.

Über 6 Jahre ist es her, dass im Gemeinderat einstimmig eine Durchwegung vom Augartenspitz zum Hauptteil des Augartens beschlossen wurde. Danach ist Nichts passiert. Der Verein Freunde des Augartens, der sich seit Jahren für den Schutz des Augartens vor jeglicher Verbauung und Privatisierung einsetzt, wollte das so nicht hinnehmen. Unterstützt von mehr als 17.000 Personen, die ihre Petitionen unterzeichnet hatten, kontaktierten sie jede einzelne mit dieser Sache befasste Stelle. Nach zahlreichen Briefen und Einzelgesprächen mit Politik, Behörden und dem Verein Wiener Sängerknaben kam es Ende Jänner 2015 endlich zu einer großen Verhandlungsrunde zu diesem Thema. Endlich saßen alle an einem Tisch. Das Im-Kreis-Schicken von einer zur anderen Stelle ist zu Ende. Am 10.April wurde vom Büro der Vizebürgermeisterin Vassilakou das Ergebnis der Verhandlungsrunde schriftlich bestätigt:
Durchwegungsöffnung von 1.Juli bis 31.August. Auch der private Verein Wiener Sängerknaben gab schließlich nach. Bisher durfte er nämlich das ganze Jahr über ganz alleine die für die Bevölkerung gesperrten Augartenteile nutzen. Der prächtige Englische Landschaftsgarten, vom Sängerknaben-Verein als Glacis rings um seine Internatsburg genutzt (für Sport und Spiel stehen ihm andere Flächen exklusiv und unentgeltlich zur Verfügung) kann endlich von der Bevölkerung, wenigstens in den Sommermonaten, zur Erholung genutzt werden.

„Die Freunde des Augartens werden sich natürlich dafür einsetzen, dass die erkämpfte Öffnung dauerhaft bleibt und auch das angrenzende Klassizistische sogenannte Umlauft-Parterre umfasst. Die wunderschönen aufwändig gestalteten Parkteile sollen endlich auch der Bevölkerung offenstehen, die schließlich deren Pflege zahlt. Vorschläge, die Wege mit hohen Zäunen zu flankieren, wie ein „Löwengatter“, widersprechen dem Denkmalschutz, sind teuer und sinnlos und bringen niemandem Sicherheit“ stellt Vereinsobfrau Jutta Matysek klar.

Augartendurchwegung ab 1.Juli !
Stolz auf diesen Erfolg, haben die AktivistInnen des Vereins Freunde des Augartens ihre angemeldete Kundgebung auf der Dammwiese und das dazugehörige Witterungsschutzzelt fürs Erste abgebrochen. „Sollte sich die Durchwegung als Farce herausstellen oder neue Bedrohungen für den Augarten auftauchen, werden wir sicher weitere Protestmaßnahmen ergreifen.“

Rückfragehinweis:
Jutta Matysek, Verein Freunde des Augartens

Die Geschichte des Widerstands am Augartenspitz wird weiter in die Welt hinausgetragen, zumindest mal nach Graz, zu dem dort zur Diagonale 2015 angereisten Publikum!

Termin: Mittwoch 18. März 2015 18:30
Ort: Rechbauerkino Graz

Barockaden-Plakat Diagonale 2015

Auf den Barockaden läuft weiterhin im Kino! Die aktuellen Termine bitte der Filmwebseite entnehmen.

Noch ein Tipp: Ilija Trojanow ist krankheitshalber ausgefallen, der Termin mit ihm wird nachgeholt und auch wieder angekündigt!

Dieses Langzeit-Dokumentarfilmprojekt, das bereits 2008 damit startete ein Wiener Beispiel kreativen, lustvollen Widerstands seitens der Bevölkerung gegen die skrupellose Verbauung des grünen Barockparks Augarten zu portraitieren, soll lokal wie global Menschen erreichen, um eine Geschichte zu zeigen, die exemplarisch für viele Proteste auf der ganzen Welt steht.

 

Flyer und Pressetext

Filmstill Doris KittlerAm kommenden Mittwoch gibt es im Burgkino eine weitere besondere Vorstellung von Auf den Barockaden, anschließend an den Film: Der Schriftsteller und Unterstützer unserer Petition Ilija Trojanow und die Regisseurin Doris Kittler im Gespräch zum Thema: “Wem gehört die Stadt?

Termin: Mittwoch 14. Jänner 2015 19:00
Ort: Burgkino Wien

Ticketreservierung: Online oder unter +43 1 5878406

Achtung: Im Laufe des Jänners gibt es noch zahlreiche weitere Aufführungstermine des Films im BSL und in den Bundesländern!

Foto: Matthias HeckmannEs gibt eine weitere Vorstellung von Auf den Barockaden (Webseite und Trailer) im Wiener Admiralkino!

Nach der Filmvorführung folgt ein Gespräch zum Thema: Wem gehört die Stadt?
Robert Menasse (Schriftsteller, Baumpate), Doris Kittler (Filmemacherin) und Eva Hottenroth (Restauratorin, Darstellerin) sprechen mit Hans Christian Voigt (Soziologe).

Eine gute Gelegenheit, den Film (noch einmal) auf einer Wiener Leinwand zu sehen! Hier als Inspiration einige Zuschauer-Reaktionen!

Termin: Donnerstag 27. November 2014 19:00
Ort: Admiralkino

Ticketreservierung: direkt beim Kino, reservierung@admiralkino.at oder abends telefonisch unter (01) 523 37 59

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