Augarten, Urheber der Grafik: Verein Freunde des Augartens

Augarten, Urheber der Grafik: Verein Freunde des Augartens

Wie wohl bekannt und hier schon mehrfach, zuletzt auch hier, berichtet, logieren die Wiener Sängerknaben gratis im Palais, im neuen Konzertsaal gegen einen Bettel und große Flächen des Augartens (in der Grafik rot für diverse und blau für Sängerknaben-Flächen markiert) sind für die Allgemeinheit versperrt. Und wie erwartet hat man jetzt eine „Lösung“ gefunden, das Palais weiterhin zu „verschenken“ ohne offiziell Subventionen zahlen zu müssen: Wirtschaftsminister Mitterlehner verkündete in der ORF-Pressestunde, dass ein Prekarium vorbereitet wurde (unterhalb nachzulesesen…). Keine Mieter – keine Miete. Unangreifbar für den Rechnungshof, unglaublich für die Bürger.

Die Bürgerinitiativen fordern (dazu auch eine OTS der Freunde des Augartens): Die von der öffentlichen Hand erhaltenen Augartenteile Englischer Garten und klassizistisches Parterre sollen endlich der Bevölkerung geöffnet werden. Auch ist damit eine Durchwegung vom Augartenspitz (bei der U2 Taborstraße) her rasch und kostengünstig umsetzbar, wie sie schon vor 6 Jahren im Wiener Gemeinderat beschlossen und bis heute nicht verwirklicht wurde!

ORF Pressestunde: Reinhold Mitterlehner, vom 19.01.2014 um 11.05

Hans Bürger, ORF: „Da schreibt mir die Mutter von einem Sängerknaben, dass es offensichtlich den Sängerknaben ganz furchtbar schlecht geht weil sie bis jetzt keine Mieten zahlen mußten im Augartenpalais und plötzlich verlangt das Wirtschaftsministerium oder wer immer 17.500 Euro Miete für das Schulgebäude, geht man da jetzt hart auch gegen die Wiener Sängerknaben vor?“

Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wirtschaft und Wissenschaft (ÖVP): „(…) Der Hintergrund ist, dass uns der Rechnungshof aufgefordert hat, marktadäquate Mieten zu verrechnen, denn das wird ja entsprechend auch wirtschaftlich geprüft. Jetzt müssen wir daher das System umstellen und können nicht einen Mieter dort haben, der bewertet wird wie ein normaler Mieter.
Also was machen wir: Ein Prekarium. Das haben wir vorbereitet mit dem damaligen Präsidenten oder Vorsitzenden der Wiener Sängerknaben, Walter Nettig, und das ist eigentlich auch fertig, bedarf noch der Genehmigung des Fiananzministers, gehe davon aus, dass wir das in den nächsten Tagen auch sicherstellen.“