Der Unmut der Bürger gegen die aktuelle Politik und die politischen Entscheidungen nimmt europaweit zu. Es bilden sich zwar überall kleine Gruppen von sogenannten „Wutbürgern“ oder „Mutbürgern“ – aber immer noch überwiegt bei der Mehrheit der Bürger die Meinung: „Die da oben machen eh was sie wollen“ und „man kann ja eh nichts machen“.

Das stimmt aber nur so lange, bis man sich seiner Rolle als Souverän bewusst wird, sie aktiv wahrnimmt und damit politisch einbringt. Dazu ermutigt das Buch „Mehr Mut, Bürger“ mit 21 Beiträgen von 16 Bürgerinnen und Bürger, das jetzt neu erschienen ist und unter: office@ehrenhauser.at, Kennwort: Mehr Mut, Bürger kostenlos bestellt werden kann!

„Die Frage ist: WIE kann man sich als einzelner Bürger aktiv in das politische Geschehen einbringen und WAS muss man machen, um auch erfolgreich zu sein?

Deshalb haben wir nach Bürgern gesucht, die ihre Rolle als Souverän schon aktiv wahrgenommen und für Veränderung gesorgt haben. Entweder alleine – oder als Gruppe.

16 dieser Bürgerinnen und Bürger haben sich bereit erklärt, über ihren Weg, ihre Erfahrungen und ihre Erfolge in diesem Buch zu berichten und den Lesern damit zu zeigen: es geht, man kann auch als Einzelner zur Veränderung beitragen, man braucht dazu nur etwas Mut und persönlichen Einsatz.

Aus diesen Beiträgen ist das Buch: Mehr Mut, Bürger! mit 21 Beiträgen entstanden. In verständlicher und leicht lesbarer Form werden 21 Themen und Aktivitäten auf spannende, informative, teilweise auch amüsante Weise beschrieben. Die Beiträge sind darüber hinaus eine Anleitung für Bürgerbeteiligung und geben weiteren Menschen hoffentlich Mut, sich politisch zu engagieren. Denn nur eine neue politische Bewegung die aus der Zivilgesellschaft herauswächst, wird den Menschen neues Vertrauen in die Politik schenken.

Die einzelnen Beiträge decken eine große Bandbreite von demokratiepolitischen Fragen und Themen ab.“

Die Beiträge im Buch:

Josef Germ: Braucht Demokratie Bürgerinitative(n)?
Welche Interessen vertreten die gewählten Repräsentanten in unserer Demokratie? Welche rechtlichen Möglichkeiten haben die Bürger neben dem Gang zur Wahlurne, politische Entscheidungen zu beeinflussen und zu verändern?“

Bernd Lötsch: Bürgerferne als Demokratieproblem der Europapolitik?
Der Appell des europaweit bekannten und geachteten Naturschützers Prof. Dr. Bernd Lötsch für mehr direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung. Mit vielen Beweisen dafür, dass sich die Direkte Demokratie als heilsame Erweiterung der Repräsentativen Demokratie erwiesen und bewährt hat.

Gerald Grüner: Geheimakte Schweiz
Die Geschichte eines Landes, weit, weit weg von der Demokratie in der EU. Besuchen Sie die Bürgerversammlung einer Schweizer Gemeinde und erleben Sie hautnah mit, wie direkte Demokratie in der Schweiz funktioniert und auch bei uns funktionieren könnte. Ein Beispiel, welches deutlich zeigt, in welcher Scheindemokratie wir im restlichen Europa eigentlich leben.

Herta Wessely: Hände weg vom Bacherpark
Wie durch eine Zeltbesetzung im Winter 2006 der Bau einer Tiefgarage unter einem Park im 5. Wiener Gemeindebezirk verhindert wurde. Warum das Verhalten der verantwortlichen Politiker mit ein Grund für die spätere Gründung von Aktion21 – pro Bürgerbeteiligung war. Motto: Wehrt Euch!

Helmut Hofmann: Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung
Gemeinsam sind wir stärker. Wie sich verschiedene Wiener Bürgerinitiativen zusammengeschlossen haben um die repräsentative Demokratie aus der Sackgasse zu führen. Zwischenzeitlich läuft eine bundesweite Vernetzung. Die Plattform soll künftig jedem interessierten Bürger offen stehen und es entsteht eine Bewegung, welche die Politik künftig nachhaltig beeinflussen kann.

Martin Ehrenhauser: Für ein Ende der Oligarchie der Gläubiger
Die Bürger haben ihre Funktion als Souverän verloren. Die Politik agiert nur noch im Interesse von wenigen Vermögenden. Martin Ehrenhauser zeigt in seinem provokanten und aufrüttelnden Beitrag den Weg aus der Krise.

Bernd Lötsch und Gernot Neuwirth: Direkte Demokratie – historischer Abriss seit den 70er Jahren
Im Beitrag von Gernot Neuwirth und Bernd Lötsch belegt eine Zeittafel einige Höhepunkte der Direkten Demokratie als heilsame Erweiterung repräsentativ demokratischer Politik auf innerösterreichischer Ebene. In authentischen Berichten werden die spannenden und wegweisenden Begebenheiten rund um das verhinderte Atomkraftwerk Zwentendorf ebenso eindrucksvoll in Erinnerung gerufen, wie der Kampf um die Hainburger Au und weitere Meilensteine erfolgreicher Bürgerproteste.

Günther Hoppenberger: Ein Geldzyklus geht zu Ende
Eine allgemein verständliche Enthüllung darüber, warum es uns nie möglich sein wird, die Schulden zu begleichen, sondern diese im derzeitigen Geldsystem immer weiter wachsen müssen. Wie wir und die Politik uns verhalten müssen, um einen Zusammenbruch der europäischen Gesellschaft, sowie Panik und Kriege zu vermeiden, wenn das Finanzsystem kollabiert, was unausweichlich passieren wird, wenn man das Geldsystem in der EU nicht sofort reformiert.

Josef Germ: Sitzstreik gegen Verkehrshölle
Warum und wie sich eine Bürgerinitiative als Pionierleistung formiert und mit Hilfe des ersten Sitzstreiks in Österreich auch den verantwortlichen Politikern die Untragbarkeit der Situation mit Nachdruck bewusst gemacht hat

Reingard Hofbauer: Kirchenallee gerettet – wo ein Wille, auch ein Weg
Einige Beamte wollten mit Hilfe des §69 der Bauordnung den Denkmalschutz und das Bauverbot in einer ausgewiesenen Grünfläche im Arsenal Wien umgehen. Im Interesse der Telekom und gegen das Interesse der betroffenen Bürger. Diese empörten sich, mobilisierten und bekämpften erfolgreich diese politische Fehlentscheidung.

Elisabeth Sabler: Die Macht des Einzelnen
Es geht um unsere Gesundheit. Wenn die EU Politiker der Gentechnik keinen Riegel vorschieben, dann müssen wir es selbst tun. Die Geschichte, wie trotz des allgemeinen Drucks von Gentechnikkonzernen und der weitgehenden Ignoranz von Politik und Medien, die Eier in allen großen Supermärkten Österreichs im Jahr 2010 Gentechnik frei wurden. Ganz ohne Unterstützung der Politik! Ganz ohne begleitendes Verbotsgesetz! Und trotz der unverständlichen EU-Zulassungen!

Hubert Weißnegger: Wer aufgibt, hat schon verloren
Drei spannende, aber auch erfrischende Beispiele politischer Beteiligung eines einfachen Bürgers, der sich sein Leben lang gegen Bürokratie aktiv gewehrt und sich für mehr Bürgerbeteiligung eingesetzt hat. Ob für Hainburg, für die Einführung von 1-und 2 Euro Banknoten oder für die Ausübung eines Sänftendienstes. Hubert Weißnegger zeigt, wie es anders gehen kann.

Günther Hoppenberger: Wirtschaften ohne Geldnot?
Die Abflüsse der Geldströme aus strukturschwachen Regionen lassen Regio-Geld-Initiativen und Tauschringe immer attraktiver erscheinen. Sind das gangbare Wege, oder Notlösungen in Krisenzeiten? Ein Aufruf an Politik und Bevölkerung, sich mit den Mechanismen des Geldes auseinander zu setzen.

Viktor Zdrachal: Save our Sofie – SOS Denkmalschutz
Geschickte Taktik, hohes Engagement und Ausdauer führen auch gegen Spekulanten und uneinsichtige Politiker zum Erfolg. Wie eine Gruppe beherzter Denkmalschützer den Abriss eines historischen Gebäudes und die Vernichtung von Kulturgut verhindern konnte.

Alexander Sander: Europäische Datenorgie
Es geht um die Sucht der Behörden nach den Daten aller Flugpassagiere. Was die Fluggastdatenspeicherung für uns Bürger bedeutet und wie sich eine europäische Bewegung dem entgegen stellt.

Michael Jungwirth: Heiligenstädter Rebellen kämpfen um die Hohe Warte
Der lange Kampf unerschrockener Bürger gegen eine Phalanx aus Politik, Immobilienspekulanten und einflussreichen Bauherren. Wie eine engagierte Gruppe alteingesessener Grätzelbewohner die schon beschlossene Teilverbauung eines erhaltenswerten Sportgeländes im 19. Wiener Gemeindebezirk erfolgreich verhindert hat.

Thomas Palfinger: Wählen, eine demokratische Alternative?
Viele Bürger sind mit den Entscheidungen unserer Politiker und politischen Parteien nicht einverstanden. Aus Protest gehen sie gar nicht mehr wählen oder wählen ungültig. Was macht mehr Sinn? Nicht wählen gehen oder ungültig wählen. Was verändert das bei den Politikern?

Herta Wessely: Wie gegen alle Widerstände der Ruhe- und Sinnesgarten entstand
Von persönlicher Betroffenheit zum Engagement Wie durch das Engagement einiger Betroffener zunächst die Verbauung einer kleinen Grünfläche verhindert wurde und wie durch weiteren Einsatz dann eine Grünoase im dichtestverbauten Stadtgebiet entstand. Motto: Engagiert Euch!

Doris Kittler und Matthias Heckmann: Wehren wir uns – Es lohnt sich
Seit Jahren wehren sich engagierte Bürgerinnen und Bürger mit Kreativität und Humor gegen Verbauungen im barocken und denkmalgeschützen Augarten. Sie wollen nicht einsehen, dass eine der wenigen öffentlichen Grünoasen Wiens einem privaten Konzertsaal geopfert werden soll und gehen dafür auf die „Barockaden“.

Viktor Zdrachal: Freie Fotografie für freie Bürger
In Österreich gelten Fotografen als Handwerksmeister, künstlerische Fotografen sind stark eingeschränkt. Ausländische Fotografen haben in Österreich faktisch von Rechts wegen Berufsverbot, obwohl EU Gesetze und Richtlinien eigentlich etwas anderes vorschreiben und wie sich eine Gruppe engagierter Menschen dagegen wehrt.

Helmut Hofmann: Wurzelbehandlung mit Hindernissen
Ein Naturdenkmal soll einer unnötigen Garage wegen gefährdet werden. Bürger, die sich dagegen wehren, sollten über den Tisch gezogen werden, nur weil es einige politische Verantwortliche so wollen. Der spannende Kampf einer engagierten Gruppe von Bürgern, die sich nicht für dumm verkaufen lassen wollten und letztendlich der Vernunft zum Sieg verholfen haben