Eingangsstempel KorruptionsanwaltschaftUnd noch ein Nachtrag: Bereits am 28. Juli wurde bei der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Korruption eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht (Download als pdf von baustopp.at), die zu den bereits bekannten eine Reihe neuer Ungeheuerlichkeiten aufzeigt:

  • Die mit der Erstellung des „Gartendenkmalpflegerischen Kurzgutachtens“ zum Denkmalbestand beauftragten Landschaftsarchitekten sind Partner der planenden Architekten (archipel) und keine unabhängigen Gutachter des Denkamlamts!
  • Dieses Kurzgutachten ist nicht wirklich sorgfältig erstellt: Es werden Obere und Untere Augartenstr., Kastanien und Linden, die Himmelsrichtungen sowie Pförtner mit Gesinde verwechselt…

Das Lesen der natürlich teils sehr juristischen Eingabe ist lohnend, man wird auch durch geradezu poetische Schmankerl belohnt…

„Nahezu alle historischen Gärten setzen sich aus Elementen mit verschiedenartigem Nutzungscharakter zusammen. Seit dem mittelalterlichen hortus (als Metapher für den Paradies-Garten Eden) weisen Gartenanlagen, die stets in Verbindung mit einem dominierenden Gebäude (Kloster, Burg, Schloss, Herrensitz) angelegt wurden, solche verschiedenen (der Repräsentation, dem Spiel und der Bewegung, dem angenehmen, wasser- und schattenspendenden Aufenthalt im Freien, der Zufahrt, dem überdachten Aufenthalt oder der gärtnerischen Nutzung durch Gemüse, Obst und Blumen dienenden) Elemente auf, ohne dass diese untereinander in ein Wertigkeitsverhältnis gebracht werden.
Von einer singulären Wertigkeit zu sprechen wäre bei einem derartigen Gesamtkunstwerk ebenso unsinnig, wie beim menschlichen Körper wertvolle und weniger wertvolle Teile zu bestimmen.“

Genau!

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