logo_kinowienochnieErster Gemeinschaftsgarten am Augartenspitz

Die Stadt von morgen ist grün. Als Antwort auf den immer größeren Nutzungsdruck entstehen in den Metropolen weltweit soziale und ökologische Freiräume, die als Reaktion und Gegenbewegung auf die Vereinnahmung und Privatisierung des öffentlichen Raumes immer bedeutender werden. In Wien wurde der Augartenspitz zu einem symbolischen Brennpunkt für den Konflikt privater versus öffentlicher Nutzungsinteressen. Das mit Gewalt gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzte Konzertsaalprojekt der Wiener Sängerknaben bringt die Konfliktlinie mit einer martialisch inmitten des Filmarchiv-Gartens errichteten Mauer unmissverständlich zum Ausdruck. Jenseits der Mauer soll ein Stück Großstadtidylle demnächst zubetoniert werden, diesseits aber ein kleines Paradies entstehen.

Auf Initiative des Filmarchiv Austria wurde kürzlich die Umsetzung eines Gemeinschaftsgarten-Konzepts gestartet, engagierte BürgerInnen legen bunte und vielfältige Nutz-, und Ziergärten an. Erste Samen für ein neues Verständnis öffentlicher Park-, und Gartenkultur beginnen zu keimen.

Gemeinschaftsgärten sind nicht nur produktive zivilgesellschaftliche Handlungsräume, sondern eine klare Ansage in Richtung zukunftsfähiger Stadt. Im Kleinen können hier Biodiversität, gesunde Ernährung, nachhaltige Lebensweisen oder Klimaschutz, kurz die großen Themen der Zeit, ganz praktisch ge- und erlebt werden. Harmonisch verbindet sich der neue Gemeinschaftsgarten am Augartenspitz mit der kulturellen Vielfalt von Kino wie noch nie und der kulinarischen Perspektive von Slow Food. Der im Garten selbst geerntete Holunder wird an Ort und Stelle in eine köstliche Sommererfrischung verwandelt – und gibt Inspirationen für einen alternativen Zukunftsort am Augartenspitz.

Quelle: www.kinowienochnie.at

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