Während von Seiten der Wiener Sängerknaben einerseits Dialogbereitschaft und Information verkündet wird, wird das im gleichen Atemzug durch falsche und irreführende Darstellungen konterkariert. Zur Information über die Vorgänge in der Folge die Presseaussendung der Bürgerinitiativen sowie der Briefwechsel mit Ing. Sklenitzka von der WSK Konzertsaal Errichtungs-GmbH.

Widerständige am Augarten spitz begrüßen die angekündigte Informations- und Dialogbereitschaft der Wiener Sängerknaben

Enttäuschung über Weiterführung der Diffamierungsstrategie

Wien (OTS) – Über einen Vorstoß der WSK, endlich Licht in die bislang sehr diffusen Informationen über die Baupläne für den geplanten Konzerthauskomplex bringen zu wollen, sind die Bürgerinitiativen grundsätzlich erfreut. Während die Bauwerber aber betonen, Menschen, denen dieser Teil der Stadt wirklich am Herzen liegt, ihr Projekt nahe bringen zu wollen, konterkarieren sie das allerdings weiterhin durch falsche und irreführende Darstellungen und die Diffamierung engagierter Menschen.
Das Josefinische Erlustigungskomitee, die Freunde des Augartens und mit ihnen über 12.000 BürgerInnen hoffen, dass die WSK ihr Angebot ernst meinen und sich endlich auf einen Boden bewegen, auf dem alle Parteien tatsächlich in Dialog treten und ihre Sichtweise darstellen können. Eine Präsentation beider Positionen auf neutralem Boden könnte dazu eine Basis schaffen. Zudem weisen sie nochmals darauf hin, dass vor einem positiven Abschluss der laufenden Verfahren gegen die Bauwerber bei Verwaltungsgerichtshof, Staatsanwaltschaft und Volksanwaltschaft von einer rechtsstaatlich korrekten Vorgangsweise keine Rede sein kann.

Schreiben an Ing. Sklenitzka von der WSK Konzertsaal Errichtungs-GmbH

Hier als pdf-Download

Sehr geehrter Herr Ing. Sklenitzka,
Wir freuen uns über den Vorstoß der WSK Konzertsaal Errichtungs-GmbH (hier das Schreiben von Ing. Sklenitzka von 3.2. an den Verein Freunde des Augartens als pdf-Download), endlich Licht in die bislang sehr diffusen Informationen über die Baupläne des geplanten Konzerthauskomplexes bringen und den Dialog suchen zu wollen.

Das Vorhaben des WSK, das Projekt am Augartenspitz selbst in einer Ausstellung zu präsentieren und davor das Gesindehaus umzugestalten, stößt jedoch bei den zahlreichen AktivistInnen und VertreterInnen der Bürgerinitiativen auf gehörigen Widerstand.

Leider können wir nämlich nicht davon ausgehen, dass hier neutral und wahrheitsgemäß informiert wird. Ein Indiz ist die vor Unrichtigkeiten strotzende OTS-Aussendung der Sängerknaben „Musikzentrum am Augarten ist eine einmalige Chance für die Musikstadt Wien“ vom selben Tag (siehe Beilage, pdf).

Das lässt befürchten, dass Informationen, wie schon in den vergangenen Jahren, wieder sehr einseitig und falsch wiedergegeben werden, dass es sich hier nicht einfach um eine Informationsausstellung handelt, sondern vielmehr um eine Baustellen vorbereitende Präjudizierung.

Unser Vorschlag ist, eine neutrale Informationsausstellung an einem neutralen Ort in der Nähe des Augartenspitzes einzurichten, wo alle Parteien ihre Sichtweise darstellen und so tatsächlich in Dialog treten können. Wir fordern im Sinne einer offenen, umfassenden Information auch die Möglichkeit, unsere Position in diesem Rahmen darstellen zu können.

Mit freundlichen Grüßen,
Eva Hottenroth
Freunde des Augartens

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