„Uns über jede Stimme freuend, die auf diverse bauherrliche Begehrlichkeiten im Augarten aufmerksam macht, geben wir doch zu bedenken, ob ein wehender „Transparent“-Look mit Botschaft – im Sinne der dank ihrer Beweglichkeit wirksamen, tibetischen Gebetsfahnen – nicht charmanter und rücksichtsvoller und daher wirksamer wäre als eine anonyme Botschaft, direkt dem Gebäude auf die „Haut“ gebrannt, einem Gebäude, dessen Unversehrtheit man so sehnlich wünscht.“
Raja Schwahn-Reichmann, Josefinisches Erlustigungskomitee

Unsensibler Umgang mit dem Augarten führt auch zu unsensiblen Reaktionen.

Am Dienstag, dem 24.2. finden Passanten eine Aufschrift („TOURRORISMUS! AUGARTEN ZUBETONIEREN!“) an der Augartenmauer rechts neben dem Haupttor zum Park vor und informieren die Freunde des Augarten darüber.

Völlig eindeutig ist die Aussage des Schriftzuges an der Augartenmauer nicht. Sollte es eine Protest-Aussage gegen Baumaßnahmen im Augarten sein, eine Anprangerung?

Wenn ja, so finden die Freunde des Augartens, das Josefinische Erlustigungskomitee und andere Augarten-Initiativen ihre Bemühungen konterkariert. Die Aktion läßt den Respekt vor dem Objekt, das man schützen will, vermissen.
Ist die Botschaft unterstützend für die Bemühungen der Augarten-Initiativen gemeint, darf sie das Objekt nicht beschädigen. Mit einem Transparent, also einen Schritt vor der „Haut“ des Objektes, welches geschützt werden soll, wäre der Sache besser gedient.

„Wir sind ja gerade gegen die Verunstaltung des Parks“, so Mag. Raja Schwahn-Reichmann vom Josefinischen Erlustigungskomitee, die den „Fasching am Augartenspitz“ in gewohnt lustig-listig barocker Weise am letzten Wochenende organisiert hat (Fotos demnächst). „Unser Ziel ist die Erhaltung des Parks in seiner Gesamtheit, der Schutz der Grünflächen genauso wie der historischen Gebäude“ bestätigt auch Dr. Daniela Kraus, Obfrau des Vereins „Freunde des Augarten“, und lädt alle Gegner der Bauprojekte im Augarten ein, sich mit „sinnvolleren und kreativeren Mitteln“ für den Erhalt von Natur und Barockbauten einzusetzen.

Anregungen und Kontaktdaten sind zu finden unter:
www.baustopp.at (Freunde des Augartens) oder
http://www.erlustigung.org (Josefinisches Erlustigungskomitee)

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