Morgen gibt es zwei Termine in Zusammenhang mit dem Augarten: Die Wirtschaftskammer Österreich lädt ein zum Pressetermin: “LKW – Friends on the road – Kein Leben ohne LKW!” ins Palais Augarten. Und die Bezirksvorstehung hat ihre Sitzung, wo unter anderem über Hasen im Augarten diskutiert werden soll. Im Augarten-Reality-Kabarett ein weiterer Programmpunkt in diesem Jahr.
Da sind die Prioritäten wieder gewichtet, wie man es langsam gewohnt ist. Während der Autoverkehr im Augarten im Zunehmen ist, wurden zuletzt Tafeln aufgestellt, die u.a. das Schifahren (!) im Augarten verbieten…
Die “Freunde des Augartens” schreiben dazu heute in einem offenen Brief an die Bezirksvorstehung des 2. Bezirks:
“Wir verstehen diese Einladung in den denkmalgeschützten Augarten als Provokation. Als besondere Provokation am Tage einer Sitzung des Bezirksparlaments der Leopoldstadt. Wer erteilte die Genehmigung dazu?
In der morgigen Bezirksvertretungssitzung des Zweiten werden wahrscheinlich auch der Augarten und Kfz-Stellplätze thematisiert. Lastwagen, Busse und Pkw im Augarten sind für manche MandatarInnen kein Thema oder ein sehr begrenztes. (…) Einige Fraktionen in der Bezirksvertretung beschäftigen sich dafür mit so Wichtigem wie ein paar Hasen. Im Augarten darf man Autofahren. Verbotstafeln werden für Rodeln, Schifahren u.a. aufgestellt.
Auch wenn die Stadt Wien selbst nicht unmittelbarer Eigentümer der Liegenschaft ist:
Im Sinne des kooperativen Bundesstaates sind Sie, Herr Bezirksvorsteher, wie alle RepräsentantInnen des Bezirks, mitverantwortlich. Sie sind aufgerufen, einer schleichenden widmungswidrigen Vereinnahmung des Augartens entgegenzutreten. Den Verpachtungen, Verkäufen und Verbauungen – wie sie in Salamitaktik umgesetzt wurden und werden – entgegenzuwirken.
(…) Die Porzellanmanufaktur Augarten beschäftigte seinerzeit zwischen 200 und 300 Mitarbeitern: für den damaligen Bedarf wurden Stellplätze genehmigt.
Inzwischen ist der Personalstand der Manufaktur auf etwa ein Zehntel geschrumpft.”
Von einer Schrumpfung von Stellplätzen und Reduktion des Kfz-Verkehrs ist allerdings nichts zu merken. Beflügelt durch zunehmende Bespielung mit Events im Palais und demnächst der Eventhalle am Augartenspitz, durch Gastronomie und mehr ist der Verkehr eher im Steigen begriffen…









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3 Kommentare
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26. März 2012 um 23:57
Peter Contra
im augarten gabs immer schon hasen. besonders viele in der schönen jahreszeit. offenbar sind jetzt zu den menschlichen auch noch andere hinzugekommen. naja, es wird ja ostern. vielleicht kann man ihnen bgeim eierlegen zusehen, oder auch beim eiersuchen….
27. März 2012 um 19:13
Manfred Zeller
Keiner unserer Politiker hat dem Mut für den Erhalt von Erholungsgebieten
einzutreten.LKW und PKW sind die heilige Kuh, von der sich aber
niemand wirklich ernähren kann.Der selige Wiener Bürgermeister
Felix Slavik brachte es in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts
fertig, die größte Fußgänger/innenzone von Wien in der Inneren
Stadt (! ) durchzusetzen. Davon können Stammersdorf oder der
Augartenspitz im Jahr 12 nur träumen.Es ist schon längst an der Zeit. den Verantwortlichen für dieses Desaster zu zeigen: ” Beim nächsten mal
keine Stimme mehr für Euch” – wir nehmen die Sache selbst in die
Hand – BürgerInnen wehrt Euch weiter !
28. März 2012 um 18:33
Paul Vodicka
Merkt euch, im Kapitalismus zählt immer nur der Profit und nicht die ´Kultur oder sonstige menschliche Bedürfnisse!!